Facharztzentrum für Orthopädie und Rehabilitation des Bewegungssystems

Myofasziale Triggerpunkt-Therapie IMTT

Myofasziale Triggerpunkt-Therapie IMTT versteht sich als ein Teilgebiet der Manuellen Medizin. Es ist derzeit wohl das fundierteste Fortbildungscurriculum nachdem in Europa die Diagnostik und Therapie von Muskeln und Bindegewebe erlernt werden kann. Im FORBs profitieren Sie von der langjährigen und fundierten Erfahrung der Ärzte. Sie integrieren nach diesem Standard die Myofasziale Medizin in die ärztliche Differentialdiagnose integriert. In Spezialsprechstunden haben Sie die Möglichkeit, sich ärztlich nach dem IMTT Standard behandeln zu lassen.

Geschichte

Den Grundstein für die medizinische Denkrichtung mit dem Fokus auf Muskeln und Bindegewebe legten in den letzten Jahrzehnten des 20ten Jahrhunderts Frau Dr. Janet Travell und Herr Prof. Dave Simons in den USA. Sie erstellten die berühmten Karten der charakteristischen Übertragungsschmerzmuster für jeden einzelnen Muskel und veröffentlichten eines der meist gelesenen Medizinbücher der Welt, das „Handbuch der Muskel-Triggerpunkte“. In Europa wurde die Myofasziale Triggerpunkt-Therapie durch Herrn Dr. Dr. Beat Dejung aus der Schweiz weiterentwickelt. Sein Behandlungskonzept basiert auf einer einfachen und klaren Untersuchung und verschiedenen manuellen Techniken. 1995 gründete Dr. Dr. Dejung mit ärztlichen Kollegen und Physiotherapeuten die IMTT, die Interessengemeinschaft für Myofasziale Triggerpunkt-Therapie in der Schweiz. Durch seinen offenen Geist und seine medizinische Denkweise prägte Dr. Dr. Dejung ein international agierendes Instruktorenkollegium, zu welchem auch Dr. Gunnar Licht seit Jahren gehört.

Fortbildung

Aus der IMTT entwickelte sich das Europäische Instruktorenkollegium für Myofasziale Triggerpunkt-Therapie IMTT. Heute verbreiten über 20 Therapeuten und Ärzte die Myofasziale Triggerpunkt-Therapie nach dem IMTT Standard im Rahmen von fundierten Fortbildungscurricula in ganz Europa.
Das im Fortbildungscurriculum für Manuelle Myofasziale Triggerpunkt-Therapie IMTT vermittelte Wissen ist von Roland Gautschi in seinem Buch Manuelle Triggerpunkt-Therapie zusammengefasst worden. 2013 ist das Buch in der zweiten Auflage erschienen. Weitere Infos unter: www.triggerpunkt-therapie.eu!

Diagnostik

Die strukturierte Untersuchung von Muskeln und Bindegewebe nach dem IMTT Standard ergänzt die ärztliche Differentialdiagnose um die myofasziale Komponente. Hierdurch entsteht bei Funktionsstörungen des Bewegungssystems oder auch bei verschiedenen klassischen orthopädischen Erkrankungen (z.B. wie das degenerative Wirbelsäulensyndrom, Knie- und Hüftarthrosen oder einigen verschiedenen Schultererkrankungen) eine ernstzunehmende Behandlungsoption. Prinzipiell kann die myofasziale Komponente bei Fehl- und Überbelastungen in allen Körperregionen beteiligt sein.
Aufgrund der jahrelangen Erfahrung können die Ärzte vom FORBs die Bedeutung der myofaszialen Komponente von Erkrankungen sehr gut einschätzen. Auf dieser Basis kann eine geeignete Therapie eingeleitet werden.

Therapie

Die Behandlung der myofaszialen Komponente ist sowohl bei akuten als auch bei chronischen Beschwerden erfolgreich möglich. Hierzu werden verschiedene Techniken eingesetzt. Zum Teil können die Behandlungen vom Arzt verordnet an speziell ausgebildete Physiotherapeuten delegiert werden. Eine Therapeutenliste mit zertifizierten und fortgebildeten Therapeuten finden Sie unter folgendem LINK www.triggerpunkt-therapie.eu

Manuelle Myofasziale Triggerpunkt-Therapie

Durch gezielte Manipulation von Muskeln und Bindegewebe kann der Therapeut mit der Hand deren Funktion normalisieren und die Schmerzen beseitigen oder zumindest reduzieren.

Dry needling

Beim „Dry needling“ handelt es sich um eine Spezialtechnik zur Behandlung Myofaszialer Triggerpunkte bei der Akupunkturnadeln zum Einsatz kommen. Die betroffenen Regionen in Muskeln und Bindegewebe werden mit der Nadel manipuliert, bis eine Zuckungsreaktion entsteht, welche zur Normalisierung der Funktion und zur Beseitigung oder Reduzierung der Schmerzen führen kann.

ESWT Stoßwellentherapie

Die Stoßwellentherapie kann ergänzend zur Behandlung von Myoszialen Triggerpunkten eingesetzt werden. Besonders schwer zugängliche Regionen (z.B. unter der Fußsohle oder auch tief im Gesäß), werden mit der fokussierten Stoßwelle gut erreicht. Siehe ESWT